Singen stärkt Körper, Psyche und die Lunge

Die Ergebnisse der Studie: Beim Singen in der Gruppe gleichen sich die Herzfrequenzen an und stabilisieren sich dadurch – ein positiver Effekt für das ganze Herz-Kreislauf-System. Erfahrene SängerInnen atmen beim Singen in den Bauch. So entspannt sich der Brustkorb, der Körper wird besser mit Sauerstoff versorgt und die Rückenmuskulatur wird gestärkt.

 

Durch aktives Singen können COPD-Betroffene ihre Atemnot lindern und damit die Lebensqualität deutlich verbessern. Beim Singen wird das Erlernen einer besseren Atemtechnik und das Bewusstsein der eigenen Körperhaltung gefördert. So kann der Atem besser genutzt und die körperliche Fitness gesteigert werden. Die Teilnahme an einer Singgruppe bringt auch positive psychische, physische und soziale Effekte für COPD-Betroffene.

 

Aber nicht nur Lunge und Herz-Kreislauf-System profitieren – anhand von Speichelproben nach einem einstündigen Konzert konnten erhöhte Werte von Immunglobulin A gemessen werden. Dieses sitzt in den Schleimhäuten und ist ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems. Auch entzündungsfördernde Botenstoffe gehen zurück, und bei KrebspatientInnen konnten sogar Veränderungen beim Tumorverhalten festgestellt werden. Zudem werden Stresshormone wie Cortisol abgebaut und aufhellende Botenstoffe wie Endorphine produziert, was sich positiv auf die Psyche auswirkt.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)