Maßgeschneiderte Therapien: Pneumologische Rehabilitation nach Covid-19

Atemnot, Kurzatmigkeit oder Husten: Einschränkungen im Bereich der Atemwege zählen zu den häufigsten Langzeitfolgen einer Corona-Infektion. Das Klinikum Bad Gleichenberg hat als ausgewiesenes Lungenkompetenzzentrum frühzeitig auf die steigende Nachfrage reagiert. Mittlerweile wurden mehrere Hundert Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zu mehr Lebensqualität unterstützt.

Umfangreiche Diagnostik
Die medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Maßnahmen sind auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Menschen abgestimmt. Basis des Therapieplans sind ausführliche diagnostische Untersuchungen bei der Aufnahme. „Dazu gehört unter anderem die Fahrradergometrie mit Blutgasanalyse. Dabei werden die Blutgase während körperlicher Belastung gemessen und die Reaktion von Herz, Kreislauf, Atmung und Stoffwechsel sowie die Leistungsfähigkeit untersucht. Hinzu kommen eine erweiterte Lungenfunktionsprüfung, Lungenröntgen sowie Blutbild und -chemie. Liegen zusätzliche Erkrankungen anderer Organe vor, werden sie in der Therapie berücksichtigt“, erklärt Prim. Priv.-Doz. Dr. Karl Horvath, Ärztlicher Direktor des Klinikums Bad Gleichenberg.

Spezielle Atemphysiotherapie
Eine tragende Säule in der Lungenreha sind spezifische Therapien im Bereich des Brustkorbs und der Atemmuskulatur. Mit gezielten Übungen können die Symptome reduziert und die Leistungsfähigkeit gesteigert werden. „Die Atemmuskulatur wird gestärkt, um die Atemarbeit zu erleichtern. Je früher hier mit atemphysiotherapeutischen Übungen begonnen wird, desto besser sind die Chancen auf eine vollständige Wiederherstellung der Lungenfunktion“, so der Ärztliche Direktor.

 


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2020)