Einfache Übungen für eine besseres Atemvolumen nach einer Covid-19-Infektion

Nach einer Infektion mit dem SARS-Cov-2-Virus leiden viele Menschen an Problemen bei der Atmung und können ihrem Alltag nicht wie gewohnt nachgehen. Sonja Puntigam, Physiotherapeutin und Spezialistin für Atemphysiotherapie am Klinikum Bad Gleichenberg, kennt wirkungsvolle Übungen und weiß, worauf dabei geachtet werden sollte.

 

Kurzatmigkeit, Atemnot und eine vermehrte Schleimbildung sind ein häufiges Beschwerdebild nach einer Corona-Infektion. Im Klinikum Bad Gleichenberg lernen Betroffene im Rahmen der stationären Lungenreha richtige Atemarbeit beziehungsweise Atemtechnik, damit sie mit den Einschränkungen besser umgehen können. „So können Symptome reduziert und die Leistungsfähigkeit wieder gesteigert werden“, informiert Sonja Puntigam.

 

Übungsanleitung: Tiefer Atem

Diese Übung öffnet den Brustkorb, verbessert die Belüftung der Lunge und unterstützt bei der Sekretmobilisation.

- Stellen Sie sich aufrecht vor ein geöffnetes Fenster.

- Drehen und strecken Sie sich nach hinten oben, atmen Sie dabei tief ein.

- Halten Sie die Luft kurz an, damit diese sich in Ihren Lungenflügeln gut verteilen kann.

- Beugen Sie sich nach unten und atmen Sie dabei langsam aus.

- Wiederholen Sie die Übung fünf- bis zehnmal.

- Bei Schwindelgefühl sofort abbrechen!

 

Die Expertin warnt jedoch vor übertriebenem Ehrgeiz: „Nach einer Corona-Erkrankung sind viele Menschen allgemein und respiratorisch sehr schwach. Bei Schwindel, sehr schneller Atmung, Reizhusten oder subjektiver Überanstrengung sollte die Übung sofort abgebrochen werden.“

 

 

 

 


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2021)