Digital Detoxing - Fastenzeit anders nutzen

Mit dem Aschermittwoch startet für viele Menschen die Fastenzeit. Neben dem Verzicht auf Genussmittel, ist es heutzutage auch eine gute Idee diese Zeit zu nutzen, um einen bewussteren Umgang mit dem Smartphone, Tablet oder Computer zu pflegen. Probiert es doch heuer mal mit Digital Detoxing. Mehr dazu im Blog-Beitrag.

Das Phänomen ist nicht neu, wurde aber in den letzten Jahren durch die Pandemie noch weiter verstärkt: wir verbringen immer mehr Zeit auf unseren Smartphones und anderen digitalen Geräten. Auch die wöchentliche Push-Notifikation über die immer länger werdende Bildschirmzeit schockiert uns kaum noch, sondern wird schön langsam zur Gewohnheit.

Laut einer Studie des „Vereins Media-Server“ im Auftrag österreichischer Medien verbringen Menschen ab 14 Jahren in Österreich durchschnittlich 8,7 Stunden täglich auf ihren digitalen Geräten. Das kommt auch schnell zusammen, wenn man sich einen normalen Tag ansieht: In der Früh klingelt der Wecker am Handy und wenn man es schon einmal in der Hand hat, kann man gleich Mails checken oder den Social-Media-Feed durchscrollen. Beim Frühstück lesen wir die Zeitung, aber mittlerweile lieber am Tablet. In der Mittagspause vertreiben wir uns die Zeit beim Essen wieder beim Lesen von Online-Medien oder auf Social Media und am Abend geht es weiter auf Netflix und das leider oftmals mit einem „Second Screen“ in der Hand – dem Smartphone.

Der Sog all dieser leuchtenden Bildschirme ist enorm. Sie ziehen uns magisch an, es ist wahrlich oftmals schon eine Sucht.

Digital Detox für die seelische Gesundheit

Die seelischen Folgen dieser Sucht ständig online und erreichbar zu sein, sind nicht zu unterschätzen. Das Licht, die vielen Farben und bewegenden Elemente machen uns auch abends wacher, das Gefühl ständig erreichbar sein zu müssen, stresst uns und die zahlreichen verschönernden Filter auf den Social Media Plattformen beschert uns eine verzerrte Sicht auf unser Aussehen.

Ziel hinter Digital Detox soll nicht sein, dass man gar nicht mehr online sein darf, sondern es soll dafür sensibilisieren, bewusst online zu gehen. Wer sich die simple Frage „Warum bin ich gerade online?“ stellt, erinnert sich daran, wie oft man ziellos im Internet ist und damit wertvolle Lebenszeit vergeudet. Dabei ist Zeit ohne Smartphone, Zeit, die wir uns selbst schenken. Mit regelmäßigem Digital Detox können wir uns dessen wieder viel bewusster werden.

3 Tipps, um bewusst offline zu gehen

  • Das Schlafzimmer Smarthone-, Laptop- und Fernseher-frei halten, am besten schon z.B. ab 21 Uhr abends das Smartphone zur Seite legen.
  • Einmal in der Woche einen Offline-Tag einlegen
  • Zeitfresser-Apps löschen – bewusst das Handy durchsehen und sich von Apps, die nur Zeit wegnehmen und keinen wahren Nutzen haben, trennen.

Entscheidet am besten jetzt gleich: Wann wollt ihr damit beginnen die drei Tipps in euren Alltag zu integrieren?


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2024)