Achtung, Verwechslungsgefahr: Die Pseudogicht

Wie bei der Gicht setzen sich auch bei der Pseudogicht Kristalle in den Gelenken ab. Der Unterschied liegt in der Art der Absetzungen: Bei der „normalen“ Gicht handelt es sich um Salze der Harnsäure in Form von Uratkristallen, bei der Pseudogicht ist es hingegen Kalziumpyrophosphat – die Gelenke verkalken regelrecht. Bei der Pseudogicht wird zudem in primäre (erblich bedingt) und sekundäre (im Zusammenhang mit anderen Stoffwechselerkrankungen) Ausformung unterschieden. Erkennen kann man die Krankheiten mithilfe einer Punktion oder eines CT. Auch die Behandlungen weichen voneinander ab: Bei Gicht können eine Ernährungsumstellung oder eine medikamentöse Senkung des Harnsäurespiegels helfen. Die Pseudogicht wird bei akuten Schüben meist mit Kortison-Injektionen behandelt, auch Kälte kann Schmerzen lindern. Ist die Krankheit chronisch, hilft Wärme.


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Magazin rehaZEIT (Ausgabe 2019)