Medizinische Rehabilitation im Klinikum Bad Gleichenberg

Medizinische Rehabilitation umfasst im Gegensatz zur Akutmedizin nicht nur die Behandlung körperlicher Beeinträchtigungen, sondern namentlich auch deren Folgen auf persönlicher und sozialer Ebene. Die Rehabilitation ist geprägt durch eine ganzheitliche Wahrnehmung des Menschen.

Die Leistungen des Klinikum Bad Gleichenbergs umfassen folgende medizinische Schwerpunkte:

Chronischen Atemwegs- und Lungenerkrankungen

Das Klinikum Bad Gleichenberg behandelt Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Erkrankungen der Lunge (Asthma, COPD – chronisch obstruktive Lungenerkrankung, Bronchiektasien, Farmerlunge u.a.).

Stoffwechselerkrankungen

Das Klinikum Bad Gleichenberg behandelt Patientinnen und Patienten mit allen Formen der Diabetes, Stoffwechselerkrankungen und Übergewicht (v.a. Diabetes Mellitus, Metabolisches Syndrom, Adipositas)

postoperative Nachversorgungen im Brust- und Bauchraum

Das Klinikum Bad Gleichenberg bietet postoperative Nachversorgungen für Patientinnen und Patienten mit Lungenoperationen bis hin zu Lungentransplantationen an. Weiterhin werden Patientinnen und Patienten nach großen abdominellen Eingriffen behandelt.

Onkologische Rehabilitation für Versicherte der SVB

Eine zunehmende Anzahl an Krebs erkrankter Menschen stellt auch an die Rehabilitation neue Herausforderungen. In den vergangenen Jahren wurden deshalb erste Angebote hinsichtlich onkologischer Rehabilitation in Österreich geschaffen.

Dank der modernen Medizin können immer mehr Betroffene geheilt werden oder aber die Krebserkrankung in den Satus einer chronischen Erkrankung überführt werden, die ein langjähriges Überleben ermöglicht. Im Kampf gegen den Krebs kommen auf die Betroffenen, deren Angehörige, aber auch auf die behandelnden Ärztinnen und Ärzte große und neue Herausforderungen zu. Dies können beispielsweise psychische Belastung, eine Beeinträchtigung von Körperfunktionen, aber auch eine soziale Stigmatisierung oder der Verlust des Arbeitsplatzes sein.

Aufgabe der onkologischen Rehabilitation ist es, Betroffenen auf ihrem Weg zurück ins Leben zu helfen und die bestmögliche Wiederherstellung der Gesundheit anzustreben. Zur Erreichung dieses Ziels ist ein multidisziplinäres Therapieteam, bestehend aus Ärzten inklusive Onkologen, dem Pflegepersonal, Psychologen, Diätologinnen, Physio- und Ergotherapeuten, Heilmasseuren und Sozialarbeitern, erforderlich. Da diese komplexe Aufgabe im ambulanten Bereich nur mit hohem organisatorischem Aufwand durchzuführen ist, setzen die Sozialversicherungen in den letzten Jahren zunehmend auf stationäre onkologische Rehabilitation.

Auch hier wird nach einer ärztlichen Untersuchung und einem psychologischen Aufnahmegespräch das Therapieziel gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten erarbeitet. Anschließend wird ein Therapieplan erstellt, der krankheitsbezogene Schulungen ebenso umfasst wie verschiedene Trainingsformen als Einzeltherapie oder in der Gruppe. Im Fokus steht vor allem der Blick in die Zukunft, es wird versucht, den Patientinnen und Patienten wertvolles Wissen und praktische Anwendungen für ihr Leben nach der Rehabilitation mitzugeben.

Derzeit bietet das Klinikum Bad Gleichenberg folgende Leistungen an:

  • Stationäre Rehabilitationen
  • Anschlussheilverfahren
  • Begutachtungen

Die Behandlungsdauer beträgt bei Anschlussheilverfahren 28 Tage, bei allen übrigen Heilverfahren 21 Tage. Dank eines umfangreichen und vielseitigen medizinischen- und allgemeinen Betreuungsprogramms mit fachlich hochqualifiziertem Personal wird das Klinikum Bad Gleichenberg medizinisch höchsten Anforderungen gerecht.

Die Rehabilitation, als Teil der medizinischen Versorgungskette mit ihren diversen Fachdisziplinen und Maßnahmen, verfolgt im Klinikum Bad Gleichenberg das Ziel, den Patientinnen und Patienten zu größtmöglicher Selbständigkeit und Lebensfreude in ihrem gewohnten Umfeld zu verhelfen.

Das Klinikum Bad Gleichenberg schafft zudem noch geeignete Voraussetzungen für das physische sowie psychische Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten. Der aktive Einbezug der Patientinnen und Patienten in Abklärung und Behandlung ist dabei Voraussetzung für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Der Behandlungsprozess wird in enger Zusammenarbeit mit den zuweisenden Ärztinnen und Ärzten gestaltet. Anhand des Rehabilitationsauftrags wird zum Auftakt mit der gemeinsamen Formulierung des Rehabilitationsziels zwischen Patientin, Patient und dem interdisziplinären Behandlungsteam der Grundstein gelegt für eine den individuellen Bedürfnissen angepasste Weiterbehandlung und Beratung – gerade auch bei komplexen Krankheitsverläufen.

Antragstellung für den Rehabilitations­aufenthalt